alle Möglichkeiten eines Sets...
von der Konzeptkunst zur Kunst mit Computern
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Sol Lewitt über seine seriellen, geometrischen Arbeiten: "Serielle Kompositionen sind vielteilige Stücke mit regelmässigen Änderungen. Der Unterschied zwischen den Teilen ist der Gegenstand der Komposition. Der serielle Künstler versucht nicht, ein schönes oder mysteriöses Objekt herzustellen, er ist vielmehr der Buchhalter, der das Ergebniss seiner Prämisse katalogisiert." Beispiel:SOL LEWITT: Schematic drawing for "incomplete open cube" 1974 und hier die Skulpturale
Ausfertigung: die gezeichnete Variante,
bei welcher nur noch das Konzept an einen Ausführenden gegeben wird: "The idea becomes
the machine that makes the art" Zitat von Tilman Baumärtel zu Sol Lewitt "In den Computerprogrammen von Künstlern der Gegenwart ist diese Vorstellung zu einem radikaleren Ende getrieben worden, als die Generation der frühen Konzeptkünstler mit ihren Handlungsanweisungen und ihren Konzepten (die im Fall von LeWitt längst wieder zu dekorativen Wandmalereien geworden sind) es je zu träumen gewagt hätten. Die Software-Projekte der letzten Jahre führen - im Wortsinn - Dinge aus, die Künstler vor mehr als zwanzig Jahren mit der Schreibmaschine niedergeschrieben hätten - hätten sie denn gewusst, was ein Pentium-III-PC im Jahr 2000 ausrechnen kann." Dan Graham, Past Future Split Attention die Arbeit "Schema", ein Wegweiser? http://www.ubu.com/concept/graham_schema.html Dan Graham: Schema, 1966 Printed text on paper ihre Variationen original Idea subverted by its own logic Idea: using any single, arbitrary schematic program would produce a very
large, though finite group, of specific dicretely different poems. * the
exact number of permutational possibilities might be seen immediately
on a computer. "Schema interpretiert Syntax als arithmetisches Problem. Über
den Versuch, zu inventarisieren was unmöglich ist zu inventarisieren,
spielt die Arbeit auch mit den Grenzen formaler Systeme als solche. Graham
verweist auf den ergebnislosen Charakter von Gödels Unvollständigkeitstheorem,
das bewies, dass innerhalb jeglichen formalen Systems Elemente sind, die
nicht bewiessen werden können." Ein sehr bedeutender Unterschied der alten Konzeptkunst zur Softwareart ist der, dass sie selbstbezüglich ist und die Probleme der selbstbezüglichkeit durchspielt. http://www.ubu.com/concept/kosuth_five.html#top Hanne Darboven: Opus 17A,for double bass perfomed by Robert Black, uraufgeführt 1996 in New York, http://www.epc.buffalo.edu/sound/mp3/sp/darboven_hanne/darboven_opus17a.mp3 Wunschkonzert - 144 Gedichte,
1984, Friedrich Kittler hat die Werke Hanne Darbovens als "Aufschreibsysteme" bezeichnet. "Darbovens "Archive" versammeln im Gegensatz zu den Spurensicherungen von Christian Boltanski, den bechers odder Sugurd Sugurdson keine Dokumente oder Fundstücke aus der Alltagskultur, um die Verluste moderner Lebenswelten aufscheinen zu lassen. Ihre Rechen- und Schreibsysteme sind Übersetzungen lofischer Gedankenspiele und empirischer Erfahrungswerte zugleich, wobei sich stets verschiedene Warhnehmungsformen und Erzählmodi zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit durchdringen. So übersetzt sie in Notationen wie ... Natur (Tag, Monat, jahr) in mathematische Rechenverfahren (Quersumme etc.), spiegelt und durchkreuzt Ergebnisse gestalterisch in Zahlenkolonnen. ... Auf desem Wege werden die zahlenmässig fixierten ZEitläufe, die ein Vorher und Nacvhher kennen, zerlegt und als permanente Gegenwart fixiert." Zitat asu Deep Stprge, S. 114 Bruce Naumann thematisiert die Auflösung der Zeit in seinem Video "Past Future Split Attention" von 1972 als individuelles Ereignis: http://www.newmedia-art.org/cgi-bin/show-oeu.asp?ID=I0150658&lg=ALL Wie unterscheidet sich Software Art von Konzeptkunst? La Monte Young's Stück von 1961 http://www.runme.org/feature/read/+monteyoung1/+30/ Florian Cramer gibt eine Unterscheidung zwischen Konzeptkunst und Software Art in seinen 10 Thesen zur Softwarekunst wie folgt: "5 Softwarekunst ist nicht synonym mit Konzeptkunst
http://www.rebelart.net/i0007.html "Every Icon" von John F. Simon jr., 1996 Kann eine Maschine
jedes mögliche Bild erzeugen? http://users.rcn.com/jfsjr.interport/everyicon.html Und Random, als Formgebendes Prinzip in einer einfachen Anwendung ("sub set"): http://boris.kopeinig.net/subset/index.html Alexei Shulgin: erste Internetarbeiten The shredder von Mark Naiper "I create animated digital compositions that evolve as the viewer
interacts with them. Collages built from fragmented interfaces, splintered
figures and shards of images found on the web, these designs shift over
time, responding to the viewer's interaction in surprising and often unpredictable
ways. Sometimes shifting suddenly, or slowly dissolving, they unfold as
the viewer explores the terrain of the artwork. Woven with images of the
body, religious icons, pop culture and the computer interface itself,
this art evokes the human frailty behind the technology. It is about human
contact, often hidden, forgotten in the glitter and theory and technology,
the frailty, loneliness and love in the world we ignore each day. There
is hidden beauty in the mundane objects that I find both on and off the
web: a skin tone, the flesh of a grape, a corner of a room, carpeting,
a cast shadow. These scraps of human lives, both anonymous and intimate,
form the raw material of my collages. The final human interaction, that
of the viewer with the design, both creates and completes the artwork." http://www.potatoland.org/shredder/ shredder http://www.potatoland.org/pl.htm Feed The appearance machine (setzt Müll um in Klänge)
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